Bruxismus - Gesundheit!

Statistisch gesehen, knirscht jeder fünfte Mensch (oft Nachts) mit den Zähnen.
Da ich an Schlafbruxismus leide aber mich erst sehr spät für eine Knirschschiene entschieden habe,
sind bei mir mittlerweile schon Folgen bemerkbar. Dazu muss ich sagen, ich habe äußerst tolle Zähne, so allgemein. Keine Blomben, kein Karies, keine Verfärbungen oder sonstige Probleme. Auch mein Zahnfleisch ist im Großen und Ganzen gesund. Jedoch meinte mein Freund in den letzten Jahren (!) immer wieder, ich knirsche nachts mit den Zähnen. Zuerst ist mir nichts aufgefallen, aber irgendwann litt ich an Kopfweh, Kieferschmerzen und meine Zähne fühlten sich irgendwie anders an. Zuletzt habe ich mir selber den Eckzahn und den 2. Schneidezahn "abgebrochen". Jetzt habe ich mir für rund 230€ einen extra dicken Bissschutz geleistet um meine Zähne zukünftig zu schützen, dieser soll dem Kiefer auch lernen das Knirschen eventuell wieder einzustellen. Ich trage die Schiene nun seit ca. 3 Wochen und diese hat bereits jetzt Spuren, so viel Kraft entwickel ich in der Nacht - ein bisschen Stolz bin ich ja schon, dass mein Kiefer so kräftig ist. 

Falls Sie alleine leben und niemanden fragen können, können Sie eine Kammera aufstellen, ist Ihnen das peinlich, können Sie auch einen Zahnarzt befragen, dieser sollte es normal sofort erkennen. Die Selbstdiagnose ist auch relativ einfach. Haben die Backenzähne ihre 4 "Höcker" verloren sind sie schon ziemlich abgeschliffen, bei mir ist es auch an den äußeren Zahnseiten deutlich erkennbar. Fahre ich mit meinem Finger vom Zahnfleisch richtung Kaufläche, ist das letzte Stück bei manchen Zähnen "abgeschliffen" - genau an dieser Stelle sehe ich auch bei der Schiene bereits Spuren.

Was tue ich in der Nacht?
Mein Kiefer übt eine sich wiederholende Kauaktivität aus, dazu presse ich die Zähne aufeinander wodurch ein knirschendes Geräuscht entsteht.

Welche Ursachen gibt es?
Es wird beim Schlaf - Bruxismus in verschiedene Formen unterschieden. Er kann durch Medikamente verursacht werden, kann jedoch auch in Zusammenhang mit einer Reihe von Erkrankungen stehen. Ich leide am primären Schlafbruxismus - das heißt, eine klare Ursache ist nicht erkennbar. Meistens wird hier auf psychischen Stress das Augenmerkt gelegt. Jedoch wird von der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin vermutet, dass Schlafbruxismus eine so zu sagen natürliche Absicherung ist um die Atemwege frei zu halten. Bestätigt würde diese Theorie dadurch werden, dass schlafbedingte Atemstörungen oder Schnarchen auch oft in direktem Zusammenhang mit dem Zähne knirschen steht. Eine weitere Ursache kann auch eine Kieferfehlstellung sein, dann tritt das Knirschen im Normallfall aber bereits in sehr jungen Jahren auf und kann mit Hilfe einer Kieferkorrektur beseitigt werden.

Was dagegen tun?
In erster Linie werden Atem- sowie Entspannungübungen vor dem Schlafen empfohlen. Ebenfalls sollten besonders Personen wie ich keine direkte Aufregung durch Spielfilme oder Stress in jeglicher Form direkt vor dem Schlafen gehen haben - allerdings gilt dies für alle Menschen wenn es um den Schlafkomfort geht - Bruxianer oder nicht!

Welche Folgen können entstehen?
Diese wurden von mir großteils bereits erwähnt. Dazu zählen Zerstörung des Zahnschmelzes oder das Ausbrechen von Zähnen. Bei Implantaten, Füllungen oder Zahnersatz kann es natürlich zu Schäden kommen. Im Extremfall kann sogar das Zahnmark geschädigt werden. Kopfweh und Kieferschmerzen (Kiefermuskelkater) sind nach meinem Empfinden die ersten Anzeichen.

 
 
 

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